Neue Ortsmitte
Schlierbach

Basisdaten:

  • Auftraggeber
    Gemeinde Schlierbach
  • Zeitraum
    03.2026 ‐ 06.2026
  • Fläche (NGF)
    8.100 m²
  • Bearbeiter
    D. Petrova, R. Neulinger, J. Maibach-Zoll, T.-P. Zoll
  • Fachplaner
    Hink Landschaftsarchitektur GmbH, Schwaigern

Zu PDF Sammlung hinzufügen

Neue Ortsmitte

Schlierbach

Mehrfachbeauftragung zur Weiterentwicklung der Ortsmitte mit 5 Teilnehmern.

1. RANG

STADTRÄUMLICHE LEITIDEE

Die Neugestaltung der Ortsmitte von Schlierbach knüpft an die bereits umgesetzten Sanierungsmaßnahmen an und stärkt die bestehende Ortsstruktur durch behutsame Ergänzungen und neue Verbindungen. Der Ortskern wird als Abfolge unterschiedlicher Orte und Aufenthaltsräume verstanden. Das räumliche Rückgrat bildet die Verbindung von Bürgerhaus Farrenstall mit Café und Biergarten, Rathausplatz sowie dem generationenübergreifenden Wohnquartier mit Platz der Begegnung. Neue Freiräume und Platzfolgen vernetzen diese Bereiche und schaffen ein zusammenhängendes Gefüge mit eigenständigen Identitäten.

STÄDTEBAU UND ARCHITEKTUR

Die Neubauten reagieren sensibel auf ihre stadträumlichen Situationen und ergänzen den Bestand typologisch. Auf eine einheitliche Architektursprache wird bewusst verzichtet; stattdessen werden die jeweiligen Charaktere der Orte aufgegriffen und weiterentwickelt. Das giebelständige Steinhaus stärkt den Ensemblecharakter von Hauptstraße und Farrenstall und bildet mit Café und Biergarten einen lebendigen Mittelpunkt. Das Langhaus an der Hölzerstraße nimmt die traufständige Bauweise von Rathaus und Kindergarten auf, formuliert eine klare Raumkante und vermittelt zwischen den Teilbereichen. Das generationenübergreifende Wohnquartier greift die Körnung der Umgebung auf, bewahrt den Hofcharakter und bindet sich über den Platz der Begegnung in das Ortsensemble ein.

FREIRAUM

Ein einfaches Freiraumkonzept aus Solitärbäumen, Baumreihen und Baumkarrees verbindet die Platzräume und stärkt Orientierung, Aufenthaltsqualität und Mikroklima. Der Erhalt prägender Großbäume, die Weiterverwendung vorhandener Materialien sowie klimaangepasste Neupflanzungen und Regenwasserbewirtschaftung schaffen eine ressourcenschonende und klimaresiliente Ortsmitte.